Die Einflüsse der Alchemie

Die Mitglieder des frühen Magierbundes bewegten sich in den alchemistischen Kreisen des 18. Jahrhunderts. Die Mystik und die kosmologischen Vorstellungen der Alchemie gingen dauerhaft in das Weltbild der Magier über. Im Laufe der Geschichte vermischte sich dieses Erbe mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften und es entwickelte sich ein komplexes Verständnis für Magie und die Existenz schlechthin.

In der Gegenwart spielen die chemischen Praktiken oder andere wichtige Aspekte der Alchemie keine Rolle mehr.
Die Vorstellung von den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft sowie astrologische Kräfte haben im Alltag der Magier gänzlich an Bedeutung verloren.
Auch die Vorliebe für geheime Codes und zahlreiche Symbole fiel der Erosion der Zeit zum Opfer. Übrig blieben nur vereinzelte Symbole, wie die der vier Magieformen: ›Kosmische Magie‹, ›Systemische Magie‹, ›Vitalmagie‹ und ›Empathische Magie‹.
Allerdings überdauerten einige alchemistische Begriffe: Noch heute tragen Magiermeister den Titel ›Adept‹, mit dem früher Alchemisten des höchsten Ranges geehrt wurden, und auch Bezeichnungen wie: ›materia prima‹ (Urmaterie) oder ›unio mystika‹ (die mystische Vereinigung des eigenen Bewusstseins mit Gott) sind feste Bestandteile des aktuellen magischen Weltbildes.

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Artikel über die Geschichte der Alchemie findet Ihr auf Kallunas Blog:

›Die Smaragdtafel‹

 

›Die Morgenstunden der Alchemie – Die Geschichte einer magischen Wissenschaft (1/3)‹

 

›Die arabische und europäische Alchemie im Mittelalter – Die Geschichte einer magischen Wissenschaft (2/3)‹